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Brandschaden

Abb. 1

Schäden im Internet-Café
Löschwasser statt Strom kommt aus den Steckdosen und Schaltern.
„Wasser statt Strom kommt aus den Steckdosen“

Hans Günter Gottschalg, Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Bingerbrück und Leiter des Internet-C@fé, berichtet über den Zustand der Räumlichkeiten und Geräte, sowie die Aussichten in naher Zukunft.
Sie werden davon sehr wahrscheinlich gelesen oder gehört haben, der eine oder andere es vielleicht auch schon selbst angeschaut haben: im Martin-Luther-Haus des Studentenwohnheims der Evang. Kirchengemeinde Bingerbrück, Gustav-Adolf-Str. 2 in Bingerbrück, hat am Freitag, 11. Februar 2011, vom Nachmittag bis in die späte Nacht ein Brand gewütet. Weil in dem ausgebrannten Gebäude auch die Versorgungsanlagen von 2 anderen Häusern mit Strom, Heizung, Warm- und Kaltwasser untergebracht ist, waren von dem Feuer nicht nur die Bewohner des Martin-Luther-Hauses betroffen.

Verschiedene Feuerwehren haben dafür gesorgt, dass die Flammen nicht auf angrenzende Gebäude übergriffen, und das Feuer gelöscht werden konnte. Die 21 durch den Brand zumindest für einige Tage obdachlos gewordenen Erwachsenen und ein Baby wurden sehr rasch durch den Malteser-Hilfsdienst, das DRK, das ´Rock und Blus-Haus´, die Stadt Bingen, Mitarbeiter der Katholischen Hochschul-Gemeinde und der Fachhochschule Bingen und Ehrenamtliche der Kirchengemeinde sehr gut betreut und versorgt (ich hoffe, ich habe jetzt niemanden vergessen).

Wir alle sind froh, dass keine Personenschäden zu beklagen sind, wenn auch die Sachverluste – diese nicht zuletzt für die ehemaligen Bewohner – recht hoch sind.

Von diesem Brand bzw. den umfangreichen Löscharbeiten zu dessen Bekämpfung ist auch das Internet-Café betroffen. Das Wasser stand am Tag nach dem Brand handbreit hoch im Internet-Café. Bedingt durch die Löschwasserschäden u.a. an den Netzwerk-Komponenten, zumindest einzelnen PCs und der sonstigen elektronischen Ausstattung können derzeit weder die angekündigten Seminare durchgeführt werden, noch sind die allgemeinen Öffnungszeiten möglich: Denn derzeit kommt noch Löschwasser statt Strom aus den Steckdosen.


Abb. 2

verbranntes Notebook
Den Tränen näher als dem Lachen: Ein Laptop nach dem Brand.
Aber seit Dienstag dieser Woche schützt das – zumindest notdürftig – wieder geschlossene Dach vor weiterem Wasser-Nachschub.

Wie groß die Schäden bei unserem Server und den PCs sind, kann ich nicht abschätzen und mangels Strom auch noch nicht prüfen. Zumindest bei den Flachbildschirmen sieht es aber düster aus: Fast alle haben Schlieren unter der Bildschirm-Oberfläche. Die Monitore stammten seinerzeit aus Spenden; vielleicht finden sich ja erneut Unterstützer? An einer finanzamttauglichen Spendenquittung (die heißt inzwischen Zuwendungsbestätigung) soll es jedenfalls nicht fehlen!

Im Augenblick versuchen wir, die Räume trocken zu legen. Die Entfeuchtungsgeräte schaffen derzeit pro Tag noch mehr als 2 Eimer Wasser aus unseren Räumen raus.

Zumindest zum Girls Day am 23. April, an dem sich das Internet-Café-Team bereits im sechsten Jahr beteiligt und für den schon einige Anmeldungen vorliegen, wollen wir wieder in Betrieb sein. Denn für diesen Tag haben wir noch keine vernünftige Ausweichlösung gefunden. Aber insgeheim hoffe ich, dass wir früher in Betrieb gehen werden – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Bingerbrück, 26. Februar 2011
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